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Das Steuererhebungsverfahren ist in den §§ 218 ff. AO geregelt. Dem Erhebungsverfahren ist regelmäßig die Steuerfestsetzung vorangegangen. Das Erhebungsverfahren befasst sich im Kern mit der Zahlung der Steuern. Die Höhe der Steuerforderungen steht nach Abschluss des Festsetzungsverfahrens zu diesem Zeitpunkt regelmäßig fest.

Der Abrechnungsbescheid gem. § 218 Abs. 2 AO ist ein besonderer Verwaltungsakt, mit welchem über Streitigkeiten über die Verwirklichung von Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis entschieden wird. Er ist Gegenstand des Steuererhebungsverfahrens.

Die Stundung von Steuern ist Bestandteil des Verfahrens zur Steuererhebung. Das Finanzamt kann Steuerforderungen gem. § 222 AO stunden, wenn die Einziehung bei Fälligkeit eine erhebliche Härte für den Steuerschuldner bedeuten würde und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet erscheint. Beide Voraussetzungen müssen vorliegen.

Das Finanzamt kann im Rahmen der Steuererhebung Steuerforderungen gem. § 227 AO ganz oder teilweise erlassen, wenn deren Einziehung im Einzelfall unbillig wäre.

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