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Testmaßnahmen stellen eine Fallgruppe der gezielten Behinderung von Mitbewerbern (§ 4 Nr. 4 UWG) dar. 

Um Verletzungen von Immaterialgüterrechten (Marken, Patente, Designs), Wettbewerbsverstöße oder Vertragspflichtsverletzungen zu beweisen und zu verfolgen, werden oftmals Testmaßnahmen, insbesondere Testkäufe eingesetzt. Solange sich der Tester wie ein normaler Kunde verhält, sind Testmaßnahmen grundsätzlich zulässig.

Testmaßnahmen sind allerdings dann unzulässig und verstoßen gegen § 4 Nr. 4 UWG, wenn unlautere Mittel eingesetzt werden. Die Testperson setzt unlautere Mittel ein, wenn sie versucht, den Betroffenen durch Tricks und Täuschung hereinzulegen oder wenn sie durch Drohung auf den Vertragsschluss hinwirkt. Auch darf der Tester nicht als „agent provocateur“ durch Einsatz zusätzlicher Mittel, die über den bloßen Vertragsschluss hinausgehen, den Unternehmer zu einem Wettbewerbsverstoß anstiften.

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