Quellen der Markenrecherche

Für Markenrecherchen existieren eine Vielzahl an häufig kostenfreien Recherchequellen, welche für den jeweiligen Bedarf individuell zu kombinieren sind. Der Beitrag gibt eine Übersicht über besonders wichtige Quellen der Markenrecherche und deren jeweiligen Recherchegegenstände.

Übersicht

Die Ämter bieten für die Markenrecherche einen Zugang zu ihren Datenbanken über ihre Websites an, der i.d.R. kostenfrei und ohne Login-Daten frei verfügbar ist. Das Markenregister des DPMA (DPMAregister) ist unter https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/basis abrufbar. Datenbank des EUIPO eSearch plus ist unter https://euipo.europa.eu/eSearch/ erreichbar. Dort können u.a. Unionsmarken recherchiert werden. Über die Datenbank TMview können unter https://www.tmdn.org/tmview/#/tmview Informationen zu Markenanmeldungen und eingetragenen Marken von allen nationalen Ämtern in der EU, vom EUIPO und von mehreren internationalen Partnerämtern außerhalb der EU recherchiert werden.

Bei der Datenbankrecherche ist darauf zu achten, ob die jeweilige Datenbank alle relevanten Marken enthält. Das Recherche-Tool des DPMA mit Namen DPMAregister bezieht z.B. die auf die EU erstreckten international registrierten Marken nicht ein, obwohl diese wie jede beim DPMA oder EUIPO registrierte Marke in Deutschland uneingeschränkten Schutz genießt.

Zu beachten ist ferner, dass in den Markenregistern definitionsgemäß nur Registermarken eingetragen sind. Eine diesbezügliche Markenrecherche allein in Markenregistern kann damit als Ergebnis nur eventuell kollidierende Registermarken ausweisen. Alle anderen potenziell kollidierenden Kennzeichen müssen alternativ mit geeigneten Rechercheinstrumenten recherchiert werden. Hierfür existieren z.B. weitere Register, spezielle Verzeichnisse, Recherchemöglichkeiten im Internet etc.

Nachfolgend werden einzelne Recherchequellen dargestellt. Zur besseren Übersicht werden diese nochmals in die Bereiche Basisrecherche, Spezialrecherche, Intensivrecherche und Individualrecherche aufgeteilt. Diese Bereiche bauen tendenziell aufeinander auf, allerdings muss für den jeweiligen Einzelfall eine individuell stimmige Konfiguration festgelegt werden, welche die jeweiligen Besonderheiten des Einzelfalls angemessen berücksichtigt.

Neben den nachfolgend genannten frei zugänglichen und insoweit (weitgehend) kostenfreien Recherchequellen existieren verschiedene kommerzielle Anbieter für Recherchen, z.B. https://www.infobroker.de oder https://www2.smd-group.info/de/. Insbesondere für Ähnlichkeitsrecherchen[3] sind diese Anbieter regelmäßig hilfreich.

Basisrecherche

Suchmaschinen

Als Ausgangspunkt einer Markenrecherche können für eine erste, schnelle Übersicht zunächst Suchmaschinen im Internetverwendet werden. Hier kann besonders schnell und einfach ein erster Eindruck zum Kennzeichenumfeld gewonnen werden. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Ergebnisse ggf. unvollständig und abhängig von den zugrundeliegenden (unbekannten) Algorithmen sind. Sie können Ergebnisse aus offiziellen (Marken-) Registern allenfalls ergänzen, nicht aber ersetzen.

Als Suchmaschinen kommen z.B. in Betracht: https://www.ecosia.org, https://www.google.com, https://www.bing.com u.a.

Generative KI 

Auch generative KI kann eingesetzt werden, um eine erste schnelle Übersicht über das Kennzeichenumfeld zu erlangen. Zum Einstieg können Prompts hier zunächst allgemein gehalten und sodann im Dialog mit dem Chatbot sukzessive verfeinert werden. 

Beispiel-Prompt:

Kann ich die Bezeichnung "Siemens" nutzen oder ist diese irgendwie rechtlich geschützt? Falls ein Schutz besteht, benenne diesen bitte und zeige eventuell vorhandene Register auf.

Außerdem bieten einzelne KI-Chatbots teilweise auch eigene Vorschläge für weitergehende Suchen an oder stellen bei Bedarf gezielte Nachfragen. Diese Möglichkeiten der individuellen Modifikation erweitern die allgemeine Suchmaschinenrecherche deutlich. Generell sind die eingesetzten Chatbots regelmäßig besonders benutzerfreundlich ausgestaltet.

Daneben können Prompts beliebig erweitert und hierdurch an die jeweils individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Auf der Grundlage von wenigen Eckdaten kann so ein erster Recherchebericht generiert werden, welcher sich in Art und Umfang z.B. an den Ergebnissen des Early TM Screening orientieren kann.

Besonders zu berücksichtigen ist beim Einsatz von KI-Chatbots immer deren Fehleranfälligkeit, insbesondere durch das sog. Halluzinieren. Ergebnisse müssen genau überprüft und durch weitere Quellen verifiziert werden. Der Einsatz generativer KI bei der Markenrecherche wird zudem durch regulatorische Vorgaben eingeschränkt, wie sie sich etwa aus der KI-VO und der DSGVO ergeben. 

Mögliche KI-Recherchetools sind etwa: LeChatChatGPTCopilotClaudePerplexity u.a. 

Eine Plattform zur Kombination verschiedener AI Modelle bietet z.B. Langdock an. 

Abhängig von der Qualität des jeweils eingesetzten Large Language Models (LLM) und der verwendeten Trainingsdaten einschließlich deren Aktualität können die Ergebnisse einer KI-Markenrecherche sehr unterschiedlich ausfallen. Zu beachten ist auch, dass die einzelnen Chatbots regelmäßig nur auf (z.B. im Internet unmittelbar abrufbare) Daten zugreifen und Zugriffe auf Datenbanken wie die amtlichen Markenregister etc. nicht bzw. nicht ohne spezielle Anbindungen erfolgen. 

Early TM Screening

Early TM Screening ist ein Tool des EUIPO für die Vorabbewertung eines möglichen Markenschutzes. Es soll die Nutzer mit einigen einfachen Schritten dabei unterstützen, potenzielle Probleme in Bezug auf geplante Marken zu erkennen, bevor eine Marke angemeldet wird. Neben absoluten Schutzhindernissen werden vor allem relative Schutzhindernisse geprüft. Das Tool prüft u.a. potenzielle Konflikte mit älteren Marken sowie die Zulässigkeit der vorgesehenen neuen Marke bezogen auf die Aspekte Unterscheidungskraft, Täuschung, Sittlichkeit und weiteren Kriterien.[4]

Early TM Screening ist nur über die User Area des EUIPO erreichbar[5], erfordert also nach entsprechender Registrierung und Anmeldung. 

Spezialrecherche

TMview

TMview ist ein kostenloses, online verfügbares Markenrecherche-Tool, das einen zentralen Zugang zu Markendaten zahlreicher offizieller Markenämter bietet. TMview wurde geschaffen, um diese Informationslücke zu schließen und Markendaten aus den teilnehmenden Ämtern[6] in einer gemeinsamen, benutzerfreundlichen Suchplattform zusammenzuführen.

Der Vorteil von TMview liegt in der zentralen und mehrsprachigen Suchmöglichkeit für eine Vielzahl an nationalen und supranationalen Marken. Dabei umfasst TMview Angaben wie den rechtlichen Status einer Marke, Abbildungen, Waren- und Dienstleistungsverzeichnisse sowie Links zu den jeweiligen nationalen Datenbanken. Die Daten werden von den beteiligten Ämtern bereitgestellt und in der Regel täglich aktualisiert, was TMview zu einer praktischen und ständig wachsenden Arbeitsressource macht.

Zu beachten ist allerdings, dass TMview kein offizielles Markenregister darstellt. Es handelt sich vielmehr um ein Recherche- und Informationssystem, das lediglich auf die amtlichen Register verweist. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten liegt ausschließlich bei den teilnehmenden Markenämtern bzw. Organisationen, da diese Eigentümer der Informationen bleiben und allein für deren Pflege zuständig sind. Wer eine verbindliche rechtliche Prüfung oder eine amtliche Bestätigung benötigt, muss daher weiterhin das jeweilige offizielle Register heranziehen. 

DPMAregister

Das DPMAregister stellt das offizielle Internetportal dar, mit dem das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Führung eines Registers nachkommt. DPMAregister bietet die Möglichkeit, Rechts- und Verfahrensstandsinformationen u.a. zu Marken einzusehen und zu recherchieren. Es handelt sich u.a. um das amtliche Markenregister für die Bundesrepublik Deutschland. Im DPMAregister können Registermarken für Deutschlandrecherchiert werden. 

Der Datenbestand des DPMAregister besteht aus Registerdaten seit 01.01.1995 (elektronisch erfasst) und seit Mai 1875 (nacherfasst). Verfahrensdaten werden erst seit dem 01.01.1998 elektronisch erfasst. Detail-Informationen sind erst für Verfahren vorhanden, die ab 29.05.2006 durchgeführt wurden. Daten zu Marken, die vor 1995 gelöscht wurden sind nur vereinzelt im Datenbestand vorhanden. Alle Markenanmeldungen seit dem 01.01.1998, deren Anmeldetag feststeht, einschließlich zurückgewiesener/zurückgenommener Markenanmeldungen stehen zur Verfügung.

Unionsmarken und International registrierte Marken (IR) mit Schutzwirkung in Deutschland sind als nicht amtlicher Inhalt zusätzlich in die Datenbank aufgenommen. Unionsmarken sind mit dem Kürzel EM gekennzeichnet. International registrierte Marken (IR) mit Schutzwirkung in Deutschland sind mit dem Kürzel IR gekennzeichnet. In den Detailansichten des DPMAregister unter „Auskunft zur Unionsmarke“ oder „Informationen zur Internationalen Marke“ besteht die Möglichkeit einer direkten Verlinkung zu den Datenbanken der registerführenden Behörden eSearch Plus (EUIPO) oder Madrid Monitor (WIPO), um einen Rechts- und Verfahrensstand zu erhalten.

eSearch Plus

Die Anwendung eSearch plus bietet als amtliches Register des EUIPO u.a. alle relevanten Informationen über veröffentlichte Unionsmarken

eSearch Plus bietet im Bereich der Markenrecherche eine strukturierte Möglichkeit, eingetragene und veröffentlichte Marken systematisch zu durchsuchen und auszuwerten. Das Tool ermöglicht die Recherche nach Marken aller Art sowie nach Inhabern, Anmeldern oder Vertretern. Dabei können verschiedene Suchkriterien kombiniert werden, etwa Markenbezeichnung, Aktenzeichen, Registrierungsnummer, Anmeldedatum oder Nizza-Klassen, um die Ergebnisse gezielt einzugrenzen.

Intensivrecherche

Global Brands Database

Die Global Brand Database ist eine frei zugängliche, weltweit umfassende Online-Markendatenbank der World Intellectual Property Organization (WIPO), die als zentrales Recherchewerkzeug für Informationen über eingetragene Marken dient. Sie ermöglicht es Anwendern, international und national geschützte Marken, geografische Angaben sowie staatliche Embleme zu recherchieren.

Die Datenbank vereinigt Sammlungen aus dem Madrider System für internationale Markenanmeldungen, aus regionalen und nationalen Markenregistern teilnehmender Ämter sowie weiteren Quellen wie z.B. geografischen Herkunftsangaben. Dadurch lässt sich eine Suche über zahlreiche Jurisdiktionen und Markensysteme gleichzeitig durchführen. 

Die Global Brand Database ist kostenfrei nutzbar und erfordert zur Grundrecherche keine Registrierung. Wer ein Benutzerkonto anlegt, kann jedoch Suchergebnisse speichern und personalisierte Suchen verwalten. Aktualisierungen der enthaltenen Datensätze hängen von den nationalen Ämtern ab, wobei etwa das Madrider System täglich aktualisiert wird.

Madrid Monitor

Der Madrid Monitor ist ein Online-Werkzeug der World Intellectual Property Organization (WIPO) zur Recherche und Überwachung international registrierter Marken, die im Rahmen des Madrider Systems angemeldet wurden. Mit dem Madrid Monitor können Nutzer den aktuellen Status ihrer internationalen Markenanmeldungen und -registrierungen abrufen, detaillierte Informationen zu einzelnen Marken einsehen und zugleich Entwicklungen bei Mitbewerber-Marken verfolgen. 

Das Madrider System selbst ist ein internationaler Mechanismus zur einheitlichen Registrierung von Marken: Markeninhaber können mit einer einzigen Anmeldung Schutz in mehreren Vertragsstaaten gleichzeitig beantragen und so ihre Marke weltweit verwalten.  Innerhalb dieses Systems bündelt der Madrid Monitor öffentlich zugängliche Daten aus dem internationalen Register und bietet verschiedene Such- und Filteroptionen. Nutzer können nach Internationaler Registrierungsnummer, Anmelder, Markenbezeichnung oder Status suchen und so etwa den Stand einer Anmeldung – ob sie noch geprüft, bereits registriert oder in einem anderen Zustand ist – schnell nachvollziehen.

WHOIS / RDAP

Neben allgemeinen Suchmaschinenrecherchen, bei denen vor allem sichtbar wird, ob ein Zeichen bereits im geschäftlichen Verkehr genutzt wird, können mögliche Kollisionen zwischen Marken und Domains deutlich gezielter über spezielle Domainabfragen überprüft werden. Hierdurch werden auch (frühe) Kennzeichenverwendungen berücksichtigt, selbst wenn die Nutzung (noch) nicht prominent über Suchmaschinen auffindbar ist. 

In diesem Zusammenhang sind WHOIS- und RDAP-Recherchen ins Spiel. WHOIS ist ein klassisches Abfrageverfahren bzw. Protokoll zur Ermittlung von Registrierungsdaten einer Domain, insbesondere des Domaininhabers (Registrant), des Registrars, des Registrierungsdatums, des Ablaufdatums sowie technischer Angaben wie Nameservern. WHOIS-Abfragen waren früher sehr transparent, sind jedoch durch Datenschutzvorgaben (insbesondere DSGVO) inzwischen teilweise stark eingeschränkt, sodass Inhaberdaten oft anonymisiert oder verborgen sind. Dennoch liefern WHOIS-Abfragen weiterhin wertvolle Informationen, etwa über den Registrar oder zeitliche Registrierungsdaten, die für eine rechtliche Bewertung (z. B. Priorität oder Bösgläubigkeit) relevant sein können.

RDAP steht für Registration Data Access Protocol und ist der moderne Nachfolger von WHOIS. RDAP ist technisch strukturierter (JSON-basiert), standardisiert und bietet eine bessere Möglichkeit, Domainregistrierungsdaten automatisiert und zuverlässiger abzufragen. Es wird zunehmend von Registries und Registraren bevorzugt und kann – je nach Top-Level-Domain – detailliertere Informationen liefern als klassische WHOIS-Abfragen, insbesondere auch über Statusinformationen, die Hinweise auf Sperren oder besondere Domainzustände geben können.

Mögliche Recherchetools sind etwa bigdomaindata.comwhois.icann.orgwebwhois.denic.de/.

Handelsregister DE

Das (deutsche) Handelsregister informiert über wesentliche wirtschaftliche Verhältnisse von Kaufleuten und Unternehmen und kann online eingesehen werden. Für eine Markenrecherche ist das Handelsregister vor allem wegen der dort verzeichneten Firmierungen wichtig, welche als solche eigenständige Kennzeichenschutz aufweisen können.

Das Registerportal unter www.handelsregister.de bietet einen zentralen Zugang zu den örtlich geführten Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregistern und den Registerbekanntmachungen in Deutschland, geht also in seinem Umfang weiter als die Bezeichnung „Handelsregister“ vorgibt.

Unternehmensregister EU

Im Unternehmensregister der EU lassen sich Informationen über die in den einzelnen nationalen Unternehmensregistern der EU-Mitgliedstaaten sowie Islands, Liechtensteins oder Norwegens eingetragenen Unternehmen an einer zentralen Stelle recherchieren

Die über das System zur Verknüpfung von Unternehmensregistern (Business Registers Interconnection System – BRIS) auf dem Europäischen Justizportal bereitgestellten Unternehmensdaten werden in Echtzeit aus den Unternehmensregistern der Mitgliedstaaten übernommen.

Individualrecherche

GIview

GIview ist ein Rechercheportal für geografische Angaben (g.A.; engl.: geographical indications / GI), welches vom EUIPO gemeinsam mit der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU bereitgestellt wird. GIview bietet eine Sammlung amtlich registrierter geografischer Angaben, die auf EU-Ebene geschützt sind, einschließlich solcher, die durch bilaterale oder multilaterale Abkommen aus Drittstaaten geschützt werden, sowie aller EU-gAs, die außerhalb der EU via Abkommen geschützt sind.

Geografische Angaben sind geistige Eigentumsrechte, die den Namen eines Produkts schützen, dessen Qualität, Ruf oder andere Merkmale wesentlich auf seinen spezifischen geografischen Ursprung zurückzuführen sind, wie es bei vielen traditionellen Lebensmitteln, Weinen, Spirituosen oder Handwerksprodukten der Fall ist. 

eAmbrosia

eAmbrosia ist das offizielle Unionsregister für geografische Angaben (g.A.) der Europäischen Union.  Dieses bietet eine Übersicht über alle geografischen Angaben, die innerhalb der EU geschützt sind.

Im Vergleich dazu ist GIview eine weiter gefasste, von der EUIPO (European Union Intellectual Property Office) gepflegte Datenbank, die nicht nur die EU-geografischen Angaben aus eAmbrosia enthält, sondern zugleich weitere g.A. weltweit, einschließlich solcher aus Nicht-EU-Ländern, die über bilaterale oder multilaterale Abkommen im EU-Recht geschützt sind. Während eAmbrosia primär ein rechtliches Register mit Fokus auf EU-interne Schutzdaten für Lebensmittel, Wein und Spirituosen ist, dient GIview als umfassendes globales GI-Recherchewerkzeug. mit zusätzlichen Funktionen und Daten auch außerhalb des klassischen Lebensmittelsektors (z. B. Handwerks- und Industriegüter). 

DSview

DSview (auch als DESIGNView bezeichnet) ist ein kostenloses Online-Rechercheportal für industrielle Designs und wird im Rahmen des European Trade Mark and Design Network (EUIPN) betrieben. Er wurde gemeinsam vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und den nationalen bzw. regionalen Patent- und Designämtern eingerichtet und bietet eine zentrale Plattform, über die Nutzer Designanmeldungen und -eintragungen aus zahlreichen beteiligten Staaten und Ämtern in einer einzigen, einheitlichen Datenbank durchsuchen können.  

DesignView ermöglicht es, Designrechte – also visuelle Erscheinungsformen von Produkten – zu recherchieren, indem man nach Produktbezeichnungen, Bearbeitern, Anmeldern oder speziellen Kennnummern sucht. Die Daten der Plattform stammen aus den Registern der teilnehmenden Ämter stammen, die für die Aktualität der Informationen verantwortlich sind. 

CPVO Variety Finder

Der CPVO Variety Finder ist eine Datenbank des Community Plant Variety Office (CPVO), der EU-Agentur, die das System des gemeinschaftlichen Sortenschutzes für neue Pflanzensorten verwaltet. Das Tool dient als zentrales Rechercheinstrument, um weltweit registrierte Pflanzensorten in verschiedenen offiziellen Registern zu durchsuchen und hilft insbesondere Züchtern, Behörden und Interessierten dabei, Informationen über bestehende Schutzrechte und Sorten zu finden.

Die Variety Finder-Datenbank umfasst Informationen aus mehr als 70 nationalen und internationalen Registern und enthält Datensätze zu Pflanzensorten mit Sortenschutz (Plant Breeders’ Rights, PBR), nationalen Listen zugelassener Sorten (NLI), kommerziellen Sortenregistern (COM) sowie ergänzende Informationen wie EU-Marken in Klasse 31 (die lebende Pflanzen betreffen), Pflanzpatente (PLP) und weitere Referenzlisten.  

Sonstige

Die vorgenannten Recherchequellen sind nicht abschließend. Im Einzelfall sind sie ggf. um weitere Quellen zu ergänzen. Art und Umfang hängen von der individuellen Markenstrategie ab. Beispielsweise können folgende Aspekte in die Markenrecherche einbezogen werden:

Werktitel z.B. über Titelschutzanzeiger (https://www.titelschutzanzeiger.de/).

Namen natürlicher Personen z.B. über Telefon- (https://www.dastelefonbuch.de, https://www.dasoertliche.de) oder Branchenbuch (https://www.gelbeseiten.de) und weitere Namensverzeichnisse.

Produktbezeichnungen in einschlägigen Branchen- und Produktverzeichnissen etc. (z.B. auch https://amazon.de u.a.).

Zusammenfassung

Zusammenfassend ergeben sich folgende Recherchemöglichkeiten: 

Quellen Markenrecherche 

  


[4] Weitere Einzelheiten: https://www.euipo.europa.eu/de/help-centre/searches/early-tm-screening, Abruf am 15.02.2026. 

[5] https://euipo.europa.eu/pre-assessment/, Abruf am 15.02.2026.

[6] Siehe https://www.tmdn.org/tmview/#/tmview/participating, Abruf am 15.02.2026.

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